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Kryptotechnologien in die Anwendung bringen

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Kryptowährung, Blockchain, Bitcoin: Was steckt dahinter? Vielfach geht es darum, Bezahl- oder Belohnungssysteme zu ermöglichen, die unabhängig von Finanzinstituten funktionieren und transparent, gerecht sowie nicht manipulierbar sind. An der TU Kaiserslautern (TUK) forscht zum Beispiel die Arbeitsgruppe „Entwicklung Cyber-Physikalischer Systeme“ von Prof. Dr. Christoph Grimm in diesem Bereich. Wie Kryptotechnologien in die Anwendung kommen und KMU aus der Region davon profitieren können, stellt Mitarbeiter Johannes Koch im Rahmen des Zukunftssymposiums der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz am 8. Juli 2021 um 12:30 Uhr vor. Die Teilnahme am virtuellen Impulsvortrag ist kostenlos.

Mit dem Vortrag will der Wissenschaftler zum Dialog einladen. „Auch über den Termin hinaus sind wir interessiert an Kooperationen mit KMUs aus der Region,“ so Koch. „Gerne können interessierte Betriebe uns kontaktieren. Mit der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz haben wir die Möglichkeit, Anwendungsszenarien für viele Bedarfe zu erörtern.“ Denn die Einsatzmöglichkeiten von Kryptowährungen gehen inzwischen weit über einfaches Bezahlen für Waren oder Dienstleistungen hinaus. Auf Basis der Blockchain der Kryptowährung Ethereum lassen sich etwa sogenannte „Smart Contracts“ schließen. Der geschlossene Vertrag zwischen den Parteien wird im Nachhinein unveränderlich in der Blockchain, einer verteilten, dezentralen Datenbank, gespeichert. Sobald eine Partei den Vertrag erfüllt hat, kann die andere Partei automatisiert Geld in Form der digitalen Währung übertragen. „Hier haben wir bereits einen Anwendungsfall implementiert, der Stromversorger und Verbraucher vertraglich verbindet“, so Johannes Koch. „Der Verbraucher nimmt den Strom zu einem gewissen Preis ab und die Blockchain transferiert automatisch den Wert des verbrauchten Stroms vom Konto des Verbrauchers zum Stromerzeuger.“ Dies ist nur ein Beispiel eines Anwendungsfalls im „Internet der Dinge“. In der produzierenden Industrie eröffnen sich weitere, weitaus komplexere Handlungsfelder – zum Beispiel, wenn mehrere Maschinen, Partner und Dienstleister miteinander kommunizieren.

Ein weiteres konkretes Anwendungsbeispiel der Kaiserslauterer Kryptotechnologie: Im Rahmen des Projektes IDEENWALD-Ökosystem nutzt das Gründungsbüro TU&HS Kaiserslautern die Technologie mit der Kryptowährung $FUX als Zahlungsmittel innerhalb des Planspiels „Let’s play Business“. Die Teilnehmenden können auf spielerische Weise – sprich, ohne jegliches Risiko – die Businesswelt erkunden, indem sie beispielsweise untereinander Geschäfte abwickeln, Investitionen treffen sowie Preisverhandlungen führen. Gleichzeitig lernen sie dabei den Umgang mit einer Kryptowährung in einer geschützten Umgebung kennen. Denn $FUX funktioniert technisch genauso wie eine echte Kryptowährung, ist aber für die Spielenden kostenlos und nicht gegen eine andere Währung umtauschbar. Mit der Anmeldung erhalten sie jeweils ein Startkapital in $FUX, welches es im Laufe des Spiels zu vermehren gilt. Diejenige oder derjenige mit dem größten Zuwachs an $FUX-Vermögen innerhalb eines Spieldurchgangs wird auf die große Bühne gehoben und dem IDEENWALD als FUX-Hero des Jahres präsentiert. „Einen Probelauf des Planspiels haben wir in unserer digitalen SummerSchool 2020 bereits mit großem Erfolg durchgeführt“, so Dr. Bernhard Schu, Leiter des Gründungsbüros TU&HS Kaiserslautern. „Nun sind wir bereit das Spiel auszurollen und dem gesamten IDEENWALD-Ökosystem zu Verfügung zu stellen. Möge die beste Unternehmerpersönlichkeit gewinnen.“

Auch „Let’s Play Business“ wird beim Zukunftssymposiums am 6. Juli 2021 um 12:30 Uhr im Rahmen der Themenwoche „Blockchain“ vorgestellt. Der Impulsvortrag von Johannes Koch zur Kryptowährung $FUX findet in derselben Woche, am 8. Juli 2021, um 12.30 Uhr, statt.

Weitere Informationen und Anmeldung zu den Veranstaltungen:
www.offenedigitalisierungsallianzpfalz.de/zukunftssymposium
Die Teilnahme ist jeweils kostenlos.

Über die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz

Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Kaiserslautern, der Technischen Universität Kaiserslautern sowie des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM). Das Vorhaben stärkt den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer mit Wirtschaft und Gesellschaft und basiert auf einer gemeinsamen Kooperationsstrategie der beiden Hochschulen. Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert.

 

Fragen beantworten

Johannes Koch, M.Sc.
Lehrstuhl Entwicklung Cyber-Physischer Systeme, TUK
0631 205-2206
koelsch@cs.uni-kl.de

Dr. Bernhard Schu
Leiter Gründungsbüro TU&HS Kaiserslautern
0631 205-2744
schu@gruendungsbuero.info

02. July, 2021
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